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Klassischer Hochdruck (Linolschnitt und Holzschnitt) mit Formaten bis zu
91,0cm x 61,0cm (Handabzug) auf Papier, Karton oder Holz gedruckt. Kleinserien oder Unikate in traditionellem Druckverfahren.

 

 


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KLASSISCHER HOCHDRUCK

Warum Hochdruck?
Warum mache ich das was ich mache?
Oder besser gesagt, warum mache ich es auf diese Weise?
Nicht ganz einfach zu beantworten.

Ich versuche stets meinen Arbeiten ein ganz spezielles Element beizumischen.
Dies kann sich in der Farbgebung äußern, manchmal auch in der Wahl des Abstraktionsgrades oder der Interpretation eines bestimmten Motivs. Durch die Technik des Hochdrucks beschäftigt man sich viel mehr mit dem Motiv als man vielleicht denkt.

  • Die einzelnen Farbebenen, die in unterschiedlicher Weise übereinander gedruckt werden und verschieden aufeinander reagieren.
  • Die Schneidetechnik und Auswahl der verschiedenen Werkzeuge.
  • Die Stärke der Abstraktion.

All das kommt zusammen, all das macht den Unterschied aus. Die intensive Auseinandersetzung mit einem Thema, einem Motiv, macht es für mich so spannend und ist der Grund, warum ich mich dazu entschieden habe, mit einer der ältesten grafischen Drucktechniken zu arbeiten.
Dem Hochdruck.

 

TECHNIK

Anders wie bei den verschiedenen Tiefdruckverfahren, geht es im Hochdruck, wie der Name schon sagt, um die erhabenen Stellen eines Druckstocks.

Mit speziellen Schneidewerkzeugen wird das Motiv in ein Material, beispielsweise Linoleum oder Holz, geschnitten.
Die nun auf dem Druckstock erhabenen Flächen, werden mit einer harten Walze eingefärbt und für den Druckprozess vorbereitet. Die im Schneideprozess herausgeschnittenen Stellen, erhalten auf diese Weise keine Farbe und werden im späteren Verlauf auch keine Spuren auf dem Papier hinterlassen.
Nachdem der Druckstock sorgfältig mit Farbe eingewalzt wurde, wird ein Papier direkt auf die eingefärbte Fläche aufgelegt. Der Hochdruck zählt damit zu den sogenannten „direkten“ Druckverfahren.
Anschließend wird der Druckstock auf einer Presse arretiert und mit einer schweren Walze ein hohes Maß an Druck direkt auf das Papier und der darunter gelegenen eingefärbten Druckplatte ausgeübt. Nach Beendigung des Druckprozesses, kann das Papier vorsichtig vom Druckstock entfernt werden und man erhält dadurch sein Motiv.

Durch diesen Druckprozess wird das Motiv spiegelverkehrt auf dem Papier abgedruckt. Damit am Ende das Ergebnis passt ist es daher entscheidend, im Vorfeld das Motiv auch spiegelverkehrt in das entsprechende Material zu schneiden.

Bei großen Formaten, die die Abmessungen der Druckpresse überfordern, wechselt man zur sogenannten Hand-Abzugs-Technik. Selbstverständlich kann man auch bei kleinen Formaten per Hand abziehen. Dabei wird der Druck mit eigener Kraft von Hand durch Abreiben erzeugt, was den Zeit- und Kraftaufwand pro Abzug deutlich erhöht und in der Regel die Druck-Auflage verringert.
Vorteil: Bei dieser Technik ist man nicht auf Maschinen angewiesen und kann – im Gegensatz zum maschinellen Druck – an bestimmten Stellen mehr Kraft aufwenden um dadurch einen kräftigeren Farbauftrag zu bekommen.

Dieses Verfahren basiert im Grunde auf den ägyptischen Zeugstempeln und den ersten Präge- und Stempeldruckverfahren aus dem 8ten und 9ten Jahrhundert in China und Korea.

Auch Johannes Gutenbergs Buchdruck mit beweglichen Lettern nutzt dieses Prinzip.